Wie bereits erwähnt, muss die Hose passen. Das heißt, sie muss ausreichend Zug für einen präzisen Halt des Sitzpolsters aufbringen können. Als Faustregel gilt: Beim ersten Anziehen einer neuen Hose muss diese einen zu engen Eindruck machen. Eine neue Hose, die sich sehr komfortabel anfühlt (in Bezug auf die Weite) wird sehr schnell unbequem, weil die Hose schnell nicht mehr genug Spannung aufbauen kann.
Schon im Neuzustand längen sich die Stofffasern während des Tragens, springen dann nach Ausziehen und Waschen aber wieder zurück.
Mit fortschreitendem Gebrauch der Hose wird dieser Rücksprung immer schwächer. Grund dafür ist, dass das in der Stofffaser verarbeitete Elastan (ein elastisches Material, das der Hose ihre Dehnfähigkeit verleiht) immer schwächer wird. Das ist ein normaler Abnutzungsvorgang bedingt durch die mechanische Belastung, UV-Licht und Waschen.
Dieser Vorgang bedeutet auch, dass selbst die besten Radhosen in der korrekten Größe irgendwann nicht mehr ausreichend Spannung aufbauen und gegen eine neue getauscht werden sollten.
Immer wieder sind wir über die Frage erstaunt, ob eine Radhose mit Unterwäsche gefahren werden soll. Klare Antwort: NEIN. Normale Unterwäsche ist nicht für die Anforderungen des Sitzens auf einem Fahrrad optimiert, weder in Schnittführung noch Material. Trägst Du normale Unterwäsche, gefährdest Du die ausgeklügelte Funktionsweise einer Radhose.