Für die antibakterielle Ausrüstung von Sitzpolstern in Sporttextilien haben sich vor allem drei Verfahren etabliert: Die Behandlung mit Silberionen, die Ausrüstung mit quaternären Ammoniumverbindungen (QAV) und der Einsatz von Zinkverbindungen wie Zinkoxid.
Bei der Silberausrüstung werden Silberionen oder Silberpartikel auf die Fasern aufgebracht oder direkt in die Faser eingebettet. Silber hemmt das Wachstum von Bakterien, indem es die Zellwände angreift und den Stoffwechsel der Mikroorganismen stört, wodurch deren Vermehrung verhindert wird.
QAVs sind kationische (positiv geladene) Wirkstoffe, die häufig in Form von Polymeren (langen Ketten) oder Beschichtungen eingesetzt werden. Sie lagern sich an die Zellmembran von Bakterien an, destabilisieren diese und führen zu deren Absterben.
Zinkverbindungen, meist in Form von Zinkoxid, werden entweder in die Faser eingearbeitet oder als Beschichtung aufgebracht. Zinkionen wirken toxisch auf Bakterien, stören deren Enzyme und verhindern so das Wachstum. Neben der antibakteriellen Wirkung bieten Zinkausrüstungen oft auch einen zusätzlichen hautberuhigenden Effekt.