Hier muss Klartext geredet werden: Die elektronische Sitzdruckmessung ist hochpräzise, aber sie sieht nur einen Ausschnitt der Wahrheit – nämlich die Sitzschnittstelle. Die klassischen Bike-Fitting-Methoden analysieren weit mehr. Sie schauen, wie viel Power Du wirklich aufs Pedal bringst, ob Deine Haltung effizient ist, wie Arme, Rumpf, Beinachsen zusammenspielen und wie sich das ganze System in der Bewegung verhält. Themen wie Tritttechnik, Oberkörperstabilität oder gar Sitzhaltung unter Belastung lassen sich mit einer Sitzdruckmessung nicht bewerten. Dafür liefert sie aber etwas, das selbst die besten Fitter nicht erkennen: Stör- und Problemzonen exakt an der Schnittstelle.
Die beste Lösung? Kein Entweder-oder, sondern beides: Wer klassische Bikefitter-Methoden mit moderner Sitzdruckanalyse kombiniert, bekommt das komplette Bild. Und das spürt man spätestens dann, wenn endlich alle Malaisen Geschichte sind.