Auch wenn Radhosen aus Funktionsmaterialien gefertigt sind können Sie nach Wäsche am Abend am nächsten Morgen noch durchaus feucht sein, das hast Du im vorigen Abschnitt aus Materialsicht gelernt. Nun ist es so, dass es Bereiche in der Hose gibt, die durchaus Probleme machen können, wenn sie noch feucht sind, es aber auch andere Zonen gibt wo die Feuchtigkeit „nur“ für ein paar Minuten unangenehm ist.
Aus unserer Erfahrung ist der Sitzbereich kritisch was Feuchtigkeit betrifft. Sitzt Du schon zu Beginn Deiner Fahrt auf einer feuchten Oberfläche beginnt Deine Haut sehr früh zu mazerieren (hier ausführlich besprochen) und sie wird sehr anfällig für Reibung. Als Konsequenz können Hautreizungen in unterschiedlichem Grad erfolgen, von leichten Rötungen bis hin zu wunden Stellen im Sitzbereich. Das solltest Du um jeden Preis vermeiden, ergo: der Sitzbereich sollte am Morgen, vor Abfahrt, trocken sein.
Was den „Rest“ der Hose betrifft, also das Material an den Beinen und den Trägern lässt sich ein wenig Feuchtigkeit verschmerzen. Es ist natürlich nicht sehr angenehm, speziell wenn die Temperaturen nicht Hochsommerniveau haben, in eine klamme Radhose zu steigen. Aber nach ein paar Minuten „aufwärmen“ auf dem Rad ist das vergessen und die Materialien sind, wenn Sie schnelltrocknende Eigenschaften haben, dank Fahrtwind und Körperheizung flott wieder trocken. Für die weiblichen Leser sei noch angemerkt: Die gefürchtete Blasenentzündung ist immer bakteriell verursacht. „Unterkühlung“ im Beckenbereich kann durch mangelnde Durchblutung die Entstehung „nur“ begünstigen.