Die Anforderungen an die Nähte einer Radhose sind vielfältig.
Die offensichtlichste Anforderung ist, dass die Nähte haltbar sind. Klingt auf jeden Fall logisch und scheint für Dich vielleicht trivial. In der Realität ist das aber gar nicht so einfach. Die Nähte sind einer großen Belastung ausgesetzt, weil sie sowohl Quer- (90 Grad zur Naht) als auch Längsdehnung (entlang der Naht) über viele Kilometer und die entsprechenden An- und Ausziehprozeder aushalten müssen, ohne selbst kaputtzugehen, oder den Stoff zu beschädigen.
Damit direkt in Zusammenhang stehend, dürfen die Nähte die Funktion der Hose nicht einschränken. Als deutlichste Einschränkung sehen wir dabei eingeschränkte Längselastizität von Nähten. Gute Hosendesigns funktionieren im Gesamtpaket nur dann, wenn die Längselastizität der Naht sehr nahe oder sogar gleich groß wie die Elastizität der zusammengefügten Stoffteile ist. Ein gutes Beispiel, warum es auch Längselastizität in Hosen braucht findest Du hier.
Selbstverständlich sollen die Nähte so ausgeführt sein, dass nichts scheuert, drückt oder in sonstiger Form unangenehm ist.
Zuletzt soll die Hose natürlich auch gut aussehen. Bei der Frage was nun gut ist scheiden sich die Geister, unterschiedliche Nahtformen erzeugen unterschiedliche Optiken nach außen. Das zeigen wir Dir im nächsten Absatz. Manche Nähte siehst Du nach einer Radfahrt auch noch als Abdruck auf Deinen Beinen, hier musst Du entscheiden wie wichtig das für Dich ist…nach kurzer Zeit ist der Spuk völlig unmerklich so oder so vorbei.