Dass in herkömmlichen Radhosenkonstruktionen gummierte Beinabschlüsse sinnvoll sind, ist unzweifelhaft.
Um die Funktionsweise dieser Abschlüsse zu erklären, braucht es nun ein wenig Physik. Damit nichts rutscht, muss die Haftreibungskraft, die durch den Abschluss generiert wird, größer sein als die Zugkraft, die auf den Abschluss wirkt. Die Entstehung der Zugkraft hatten wir im vorigen Abschnitt geklärt. Die Haftreibungskraft ist das Produkt aus Normalkraft und Haftreibungszahl.
Die Normalkraft siehst Du in der Abbildung als blauen Pfeil, bei einem Beinabschluss nimmst Du diese als Spannung wahr, je mehr der Beinabschluss spannt, desto stärker drückt dieser auf Deinen Oberschenkel und desto höher ist die Normalkraft.
Nun zur Haftreibungszahl. Sie hängt von den Oberflächen der betrachten Körper ab (rot in der Abbildung), also bei uns der „Gummierung“ des Abschlusses und der Haut am Oberschenkel. Schafft man es also eine in Verbindung mit der Haut sehr stark „rutschhemmende“ Gummierung aufzubringen und sorgt dafür, dass diese großflächig am Abschluss aufgebracht ist, bekommt man eine sehr gute = hohe Haftreibungszahl.
Bringt man jetzt noch genügend Spannung auf den Abschluss (und erzielt so eine hohe Normalkraft) bekommt man in der Gleichung für die Haftreibungskraft einen Wert, der mit hoher Wahrscheinlichkeit die entstehende Zugkraft übersteigt. Das wiederum heißt, dass Dein Abschluss sicher dort bleibt, wo er sein soll.