Dass Radhosen und insbesondere das Sitzpolster helfen Druck im Sitzbereich im Rahmen zu halten haben wir bereits hier diskutiert. Wichtig sind aus unserer Sicht folgende Punkte:
Das System aus Hosen- und Sattelpolster muss passen. In der Praxis machen wir die beste Erfahrung mit Systemen, die im Aufbau nicht zu „dick“ sind und dafür etwas „straffer“ in der Härte der Polsterung.
Das Hosenpolster muss möglichst gut an der Stelle bleiben, wo Du es benötigst, auch nach mehrstündigen Fahrten. Das klingt trivial, ist aber tatsächlich ein Problem. Falsch positionierte oder auf Wanderschaft gehende Polster sind eine der häufigsten Problemquellen, die wir sehen.
Damit Dir das nicht passiert, solltest Du beim Kauf einer Hose zuerst prüfen ob das Polster sauber Deinen Sitzbereich abdeckt. Das geht ganz einfach in dem Du die Hose anziehst, Dich aufs Rad setzt und fühlst, ob alles passt. Fahren brauchst Du nicht, würden wir auch nicht empfehlen, sonst läufts Du Gefahr, dass Du die Hose nicht mehr zurückgeben kannst, wenn sie nicht passt.
Ein weiterer sehr häufiger Fehler den wir sehen ist, dass Hosen zu groß gekauft werden. Zu große Hosen bringen schon im Neuzustand, oder dann nach mehrmaligem Tragen nicht mehr ausreichend Zug auf das Sitzpolster. Das kann dazu führen, dass der Sitzbereich in Teilen ungeschützt ist, weil das Polster verrutscht ist, oder aber, dass sich das Material des Polsters unkontrolliert staucht und sich Falten bilden. Beides willst Du nicht haben. Die gute Nachricht ist: Wähle Deine Hosengröße immer nach den Größentabellen der Hersteller und keinesfalls nach der Devise „ich habe immer Größe L“. Die Größen der Hersteller variieren stark und nur die herstellerspezifischen Tabellen sind ein verlässlicher Helfer für die richtige Größe.